Künst­liche Intel­li­genz am Telefon - so kann sie enttarnt werden

Es ist Frei­tag­nach­mittag im Büro, man sitzt an den letzten Zügen eines großen Projektes und ist gedank­lich schon längst im Wochen­ende. Das Telefon klin­gelt, man schaut auf das Display – eine Rufnummer aus dem Vorwahl­ge­biet München. Das Tele­fonat wird angenommen.Es meldet sich eine freund­liche Stimme. Sie sagt, dass sie über die Home­page auf das Unter­nehmen aufmerksam geworden ist und man sicher­lich eine inter­es­sante Part­ner­schaft und Zusam­men­ar­beit aufbauen könne. Kurz darauf bekommt man sämt­liche Produkte, Leis­tungen und andere Möglich­keiten des anru­fenden Unter­neh­mens vorgestellt.
In so einer Situa­tion waren viele schon einmal. Was aber kaum jemand weiß: Oft tele­fo­niert man nicht mit einem Menschen, sondern mit einer Maschine. Künst­liche Intel­li­genz beein­flusst unseren Alltag immer mehr. Was früher revo­lu­tionär war, ist heute aus dem Alltag nicht mehr wegzu­denken - etwa bei der Sprach­er­ken­nung von Assis­tenten wie Alexa, Siri und Google. Künst­liche Intel­li­genz hat das Poten­zial, die Welt noch weiter zu verän­dern. Szenen wie aus dem Film „I, Robot” haben wir aber hoffent­lich nicht zu befürchten.

Was ist künst­liche Intelligenz?

Compu­ter­pro­gramme rattern schlichte Serien von komplexen Wenn-Dann-Aufgaben herunter. Künst­liche Intel­li­genz hingegen ist unserem Gehirn nach­emp­funden. Sie bildet soge­nannte “neuro­nale Netz­werke”, die selbst­ständig neue Dinge erlernen können.
„Deep Lear­ning“ heißt der Prozess dazu. Das Programm bekommt eine Aufgabe gestellt, die es selbst lösen soll – etwa auf einem Foto einen Kuchen zu erkennen. Diese Aufgabe versu­chen die Programme immer wieder zu lösen. Die Ergeb­nisse werden dann analy­siert und als richtig oder falsch gewertet. Nach und nach kann die künst­liche Intel­li­genz immer besser verstehen, was - unserem Beispiel folgend - einen Kuchen von einem Brot unter­scheidet. Der Lern­pro­zess ist ähnlich wie bei Kindern.

Wie kann ich künst­liche Intel­li­genz bei Anrufen erkennen?

Beim Anruf einer Kunden­hot­line ist die Stimme nach wenigen Momenten in der Warte­schleife als Computer erkennbar - unter anderem deswegen, weil die gespro­chene Kunden­nummer - auch nach dem dritten Versuch - meist nicht verstanden wird.
Künst­liche Intel­li­genz hingegen verwendet im Gespräch bekannte “Füll­wörter” wie „Mmmh“ und „Aah“, reagiert sehr natür­lich auf mensch­liche Gesprächs­teil­nehmer und legt Denk­pausen ein, in denen auch Menschen kurz inne­halten würden. Genau das macht vielen Menschen Angst - sie wollen nicht mit einer künst­li­chen Intel­li­genz inter­agieren, ohne darüber Bescheid zu wissen.
Gut zu wissen ist, dass es einen einfa­chen Trick gibt, solche Gespräche zu erkennen.
Sollte Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommen, versu­chen Sie einfach, bedeu­tungs­losen Small­talk zu betreiben. Fragen Sie nach dem Wetter - oder ob der Anrufer Pizza oder Pasta bevor­zugt. Spätes­tens hier wird eine künst­liche Intel­li­genz erkenn­bare Schwie­rig­keiten bei der Beant­wor­tung der Fragen haben; ein mensch­li­cher Gesprächs­partner würde eher verbind­lich - oder verwun­dert - reagieren. Meis­tens kann eine künst­liche Intel­li­genz nur natür­lich klin­gende Gespräche über ein bestimmtes Thema wie das Port­folio eins Provi­ders führen. Aufgrund der konti­nu­ier­li­chen Weiter­ent­wick­lung ist es jedoch frag­lich, wie lange man diesen Trick noch anwenden kann. Im Zwei­fels­fall sollte man ganz einfach auf sein Bauch­ge­fühl hören.
Sie haben Fragen? Unser fach­kun­diges Team berät Sie gern persön­lich in Sachen Tele­fonie – spre­chen Sie uns einfach an!

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