Ihr Ansprechpartner

ISDN Abschal­tung

ISDN/
Abschal­tung

Wir tele­fo­nieren weiter - und Sie?

BALD IST ISDNTE

Die ISDN-Abschal­tung rückt näher

Die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­netze ISDN, SDH und ATM werden abge­baut und müssen einer neuen Netz­werk­tech­no­logie - dem „NGN (Next Genera­tion Network)“ - weichen. Wir beant­worten die wichtigsten Fragen und klären, was nun zu tun ist, um auch nach dem Wechsel weiter tele­fo­nieren und andere von ISDN abhän­gige Systeme nutzen zu können.

Hinter­gründe & Wissenswertes

Wofür steht ISDN?

ISDN ist die Abkür­zung für Inte­grated Services Digital Network – ein Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz, das Sprach- und Daten­über­tra­gung erlaubt.

Der Zeit­plan zur ISDN-Ablösung
Wann wird ISDN abgeschaltet?

Der Umbau der Netze ist schon in vollem Gange: Bereits 2014 wurden die ersten Anschlüsse von Privat­per­sonen auf NGN umge­stellt. Anfang 2015 hat es die ersten Zwangs­kün­di­gungen von betrieb­li­chen ISDN-Anschlüssen in München gegeben. Es ist geplant, in allen Stadt­ge­bieten mit Breit­band­mög­lich­keit ISDN bis 2016 voll­ständig zu ersetzen. Bis Ende 2018 soll dann ganz Deutsch­land auf NGN umge­stellt werden. Die Abschal­tung wird sich aller­dings noch bis in die Jahre 2019 und auch 2021 hinauszögern.

Warum wird ISDN abgeschaltet?

ISDN wurde zwischen dem Ende der 80er und dem Anfang der 90er Jahre des vergan­genen Jahr­hun­derts flächen­de­ckend einge­führt. Mit ISDN wurde ein modernes Kommu­ni­ka­ti­ons­netz geschaffen, das die Über­tra­gung von Sprache und Daten in einer Platt­form vereinen konnte. Die Band­breite von ISDN ist auf 64 Kbit/s pro Kanal limi­tiert. Da ISDN insge­samt über zwei Kanäle verfügt, sind mit dieser Technik auch zwei Tele­fo­nate gleich­zeitig möglich. Neben dem Tele­fon­netz auf ISDN-Basis haben sich IP-basierte Netze weiter­ent­wi­ckelt, über die sich die glei­chen sowie zusätz­liche Dienste mit wesent­lich höheren Band­breiten abbilden lassen.

Die Deut­sche Telekom hat entschieden, dass in Zukunft nur noch ein Netz (das NGN - Next Genera­tion Network) betrieben werden soll. Die Verwal­tungs- und Betriebs­kosten lassen sich für den Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­riesen so deut­lich reduzieren.

Schnitt­stellen Kompatibilität

Welcher Anschluss ist in Zukunft notwendig?

Da alle Dienste (Tele­fonie, Internet, sons­tiges) in Zukunft über eine einzige Leitung laufen werden, können sich diese Dienste gegen­seitig beein­flussen. Wird die Anbin­dung zum Beispiel für Internet-Appli­ka­tionen wie Down­loads, Video-Streams oder soziale Netz­werke intensiv genutzt, kann es vorkommen, dass keine Band­breite mehr für Tele­fonie oder andere Anwen­dungen bereit­steht. Der Anwender bemerkt in diesem Fall eine schlechte, abge­hackte Sprach­qua­lität – im schlimmsten Fall kann gar nicht mehr tele­fo­niert werden.

  • Je Tele­fon­ver­bin­dung kann man mit einer erfor­der­li­chen Band­breite von 80 Kbit/s in beide Rich­tungen rechnen. Will man also acht Tele­fo­nate gleich­zeitig im Unter­nehmen erlauben, dann müssen 640 Kbit allein für Tele­fonie reser­viert werden.
  • Je nach weiteren Diensten, die genutzt werden sollen, kann ein ADSL-Anschluss mit 16.000 Kbit/s Down­load- und 1.000 Kbit/s Upload-Geschwin­dig­keit damit schon über die Hälfte ausge­lastet sein. Als Faust­formel kann man pro Arbeits­platz 400 bis 500 Kbit/s rechnen, die man bereit­stellen muss.

Ein Büro mit 10 Mitar­bei­tern sollte dann also wenigs­tens einen VDSL 25 Anschluss besitzen (mit immerhin 5.000 Kbit/s Upload) um tele­fo­nieren und gleich­zeitig weitere Aufgaben wahr­nehmen zu können.

Welche Verfüg­bar­keiten brauche ich?

Auch wenn Tele­fonie einer der ältesten Dienste ist, die kabel­ge­bunden oder per Funk über­tragen werden, spielt sie doch im Tages­ge­schäft eine entschei­dende Rolle. Hier kommt die Verfüg­bar­keit ins Spiel: Von ISDN war man eine sehr hohe Verfüg­bar­keit – also geringe Ausfall­zeiten – gewohnt. Das ist bei IP-basierten Diensten nicht immer so. Ein Beispiel: Die Ausfalls­wahr­schein­lich­keit bei DSL ist höher als bei ISDN.

Je nach Anfor­de­rungs­profil eines Unter­neh­mens sollte die Verfüg­bar­keit über 99,5 Prozent liegen. Das bedeutet immerhin noch eine theo­re­ti­sche Gesamt­aus­falls­zeit von 1,5 Tagen im Jahr. Für Call­center und andere Unter­nehmen liegt die erfor­der­liche Verfüg­bar­keit noch deut­lich darüber.

 

Welche Verfüg­bar­keiten werden angeboten?

Verschie­dene Produkte haben verschie­dene Verfüg­bar­keiten. Land­läufig kann man von folgenden Quali­täten ausgehen:

> Ethernet-basierte Produkte: 99,5% Verfügbarkeit
> DSL-basierte Produkte: 98,5% Verfügbarkeit

Das Bedeutet für ein Unter­nehmen, dass man damit rechnen muss, dass ein DSL-Anschluss bis zu 5 Tage im Jahr ausfallen kann und ein Ethernet-basierter Anschluss immerhin noch etwas mehr als 1,5 Tage gestört sein kann.

Ich möchte meine vorhan­dene TK-Anlage weiter­be­treiben. Geht das?

Viele ältere TK-Anlagen verfügen ledig­lich über ISDN- oder Primär­mul­ti­plex-Anschlüsse. Sollen diese TK-Anlagen weiter betrieben werden, muss ein Adapter das Binde­glied zwischen NGN und ISDN bilden. Grund­sätz­lich können Sie also Ihre vorhan­dene TK-Anlage auch nach der Umstel­lung weiter verwenden.

Welche Kompo­nenten brauche ich, um meine vorhan­dene TK-Anlage weiter betreiben zu können?

Wir empfehlen Produkte des Herstel­lers Beronet, der eine Viel­zahl von Gate­ways anbietet. Wir haben mit Beronet in der Vergan­gen­heit sehr gute Erfah­rungen gemacht und arbeiten als Partner zusammen.

Features TK-Anlage

Kann ich Video­kon­fe­renzen mit der neuen Anlage nutzen?

Mit einer neuen TK-Anlage kann je nach Hersteller auch Video­kon­fe­renz genutzt werden. Abhängig ist das aber vor allem von der Leitungs­an­bin­dung der Nieder­las­sung oder des Unter­neh­mens. Für eine quali­tativ gute Video­kon­fe­renz muss man je Kanal bis zu 2 Mbit einplanen.

Wie verän­dert sich die Sprachqualität?

In den ersten Jahren des 21. Jahr­hun­derts befanden sich einige VoIP („Voice over IP“)-Systeme im Probe­be­trieb. Oft konnte die Sprach­qua­lität nicht an die der ISDN-Tele­fonie heran reichen. Das hat sich mitt­ler­weile gewandelt:

> es wurden neue Codecs entwickelt
> die Rausch­un­ter­drü­ckung wurde verbessert
> die verfüg­baren Endge­räte sind deut­lich ausgereifter
> die Über­tra­gungs­technik (das Netz) bietet bessere Möglich­keiten, Echt­zeit­daten für Sprache zu transportieren.

Heute kann eine gut einge­stellte VoIP-Anlage meist nicht mehr von einer ISDN-Anlage unter­schieden werden.

Kann ich CTI mit einer neuen Anlage nutzen?

In der Regel ist CTI (Computer Telefon Inte­gra­tion) mit neuen TK-Anlagen möglich. Gemeint ist damit die Möglich­keit, Funk­tionen von Desktop-Anwen­dungen für die Kommunikation zu nutzen. Ein Beispiel: Mit einem Klick auf eine Tele­fon­nummer in Micro­soft Outlook kann ein Gespräch über das Telefon herge­stellt und gleich doku­men­tiert werden. Ein anderes Anwen­dungs­bei­spiel ist die Anzeige der Rufnummer eines Anru­fers auf dem Desktop; das CRM-Programm öffnet zeit­gleich ein Fenster mit allen Infor­ma­tionen zum Anrufer. Voraus­set­zung ist, dass der Arbeits­platz mit der TK-Anlage kommu­ni­zieren kann. Diese Verbin­dung kann zum Beispiel über das Programm „Phone­suite“ einge­richtet werden.

Allge­meines

Müssen die Rufnum­mern portiert werden? Wer macht das?

Die Über­nahme von Rufnum­mern ist mitt­ler­weile gesetz­lich gere­gelt. Ihr aktu­eller Anbieter muss einer Rufnum­mern­über­gabe zustimmen und zu einem defi­nierten Zeit­punkt die Über­gabe inner­halb von 24 Stunden durchführen.

Der Defi­nierte Zeit­punkt wird zwischen dem alten Anbieter und dem neuen Anbieter abge­stimmt und wird Ihnen dann mitgeteilt.

Wir und unsere Partner nutzen Fax. Geht das auch in Zukunft?

Fax ist ein Dienst, der vor allem von Einzel­händ­lern, Logis­ti­kern, Hand­wer­kern und anderen Unter­nehmen genutzt wird. Viele Unter­neh­mens­pro­zesse basieren auf der Kommunikation per Fax.

Grund­sätz­lich kann man auch mit einer VoIP-Lösung Faxe verschi­cken und empfangen, muss aber damit rechnen, dass nicht mehr alle Partner an der Faxkom­mu­ni­ka­tion teil­nehmen können. Es wird ein soge­nanntes T38-Proto­koll einge­setzt, dass es ermög­licht, Faxe über eine IP-Verbin­dung zu über­tragen. Leider unter­stützen nicht alle Tele­fon­lö­sungen T38, so dass es hier zu Problemen kommen kann.

Klären Sie also Ihre Über­tra­gungs­wege mit Ihren Liefe­ranten, Kunden und Geschäfts­part­nern und handeln Sie notfalls alter­na­tive Weg aus (eMail, EDI, etc.)

Wieviele Sprach­ka­näle kann ich buchen?

Ein Sprach­kanal ermög­licht die Durch­füh­rung eines Tele­fon­ge­sprä­ches. Sie müssten im Vorfeld ermit­teln, wieviele Tele­fon­ge­spräche in Ihrem Unter­nehmen gleich­zeitig geführt werden sollen. Je nach Tele­fon­lö­sung zählen dabei nur die Tele­fo­nate die von Außen eingehen oder die nach Außen geführt werden sollen.

Im Prinzip können Sie so viele Sprach­ka­näle buchen, wie Ihre Netz­werk­an­bin­dung zulässt.

Bitte rechnen Sie je Sprach­kanal zusätz­lich eine Band­breite von 80 Kbit/s in beide Rich­tungen ein. Diese Band­breite ist notwendig, um quali­tativ hoch­wertig tele­fo­nieren zu können.

Cookie Einstellungen
Diese Website verwendet Cookies, um die bestmögliche Funktionalität zu gewährleisten. Mehr lesen

Akzeptiere alle Cookies Speichern