Von theGuard! zu MONET SNM in nur vier Wochen

Inner­halb weniger Jahr­zehnte hat sich die JUMO GmbH & Co. KG aus Fulda zu einem inter­na­tional erfolg­rei­chen Unter­nehmen entwi­ckelt. Heute messen, regeln und regis­trieren die Geräte und Systeme des Fuldaer Fami­li­en­be­triebs auf allen fünf Konti­nenten physi­ka­li­sche Größen in den unter­schied­lichsten Bran­chen und Aufga­ben­ge­bieten. Welt­weit garan­tieren mehr als 1.700 Mitar­beiter die perfekte Qualität der Geräte und einen umfas­senden Service.

Ausgangs­si­tua­tion

Rund 150 Server sowie 100 Switches/Router sorgen heute für die Steue­rung der Ferti­gungs- und Orga­ni­sa­ti­ons­pro­zesse und regeln die Kommunikation zwischen der Firmen­zen­trale in Fulda und den welt­weit verteilten Nieder­las­sungen. Dazu müssen täglich rund 500 Prozesse über­wacht, beob­achtet und kontrol­liert werden. Die Geschäfts­lei­tung legt dabei beson­deren Wert auf die Über­wa­chung der Service Level Agree­ments (SLA), des Busi­ness Event Proces­sing (BEP) und des Busi­ness Acti­vity Moni­to­ring. Für die haus­ei­gene IT-Abtei­lung spielt die Kontrolle der Verfüg­bar­keit der einge­setzten Kompo­nenten, Anwen­dungen und Dienste sowie die Über­wa­chung der Perfor­mance des Netz­werks, der Auslas­tung von Fest­platten, Spei­chern und CPUs und die Kontrolle der Zugangs­si­cher­heit zum Netz eine entschei­dende Rolle.

Problem­stel­lung

Der zu diesem Zweck einge­setzte Network­Ma­nager theGuard! von REALTECH zur Über­wa­chung und Kontrolle der Netz­werk- und System­kom­po­nenten entsprach nicht mehr den Anfor­de­rungen der IT-Abtei­lung. Ein neues System sollte die Netz­werk­über­wa­chung verein­fa­chen und verbes­sern. Dies sollte zu einem ange­mes­senen Preis, bei gleich­zeitig besserem Support durch den Anbieter, ermög­licht werden. Eine vier­wö­chige Prob­e­instal­la­tion von Tivoli Netview konnte die IT-Verant­wort­li­chen um Stefan Schmitt, Grup­pen­leiter Netze und System bei JUMO, noch nicht über­zeugen. „Die Instal­la­tion ohne umfang­reiche Vorpla­nung ist nicht ratsam und ein „Setup and Go” ist ohne Weiteres nicht möglich. Die Admi­nis­tra­tion von Tivoli NetView ist zudem sehr aufwendig, da das Tool sehr komplex ist. Insge­samt wäre ein Umstieg auf NetView sehr zeit­in­tensiv und teuer gewesen”, erklärt Stefan Schmitt.

Lösungs­fin­dung

Dagegen konnte das System- und Netz­werk­ma­nage­ment-Tool MONET der in Fulda ansäs­sigen NETHINKS GmbH Stefan Schmitt auf Anhieb über­zeugen. Das aus Open-Source-Werk­zeugen bestehende Moni­to­ring-System dient der Über­wa­chung von Netz­werken, Servern und anderen Hard­ware-Kompo­nenten. Das System beschränkt sich jedoch nicht nur auf die einfache Erreich­bar­keit der Kompo­nenten, sondern prüft und über­wacht auch die auf den Kompo­nenten ausge­führten Dienste. Durch seine flexible Struktur bietet das System, neben einer Fülle von bereits vorhan­denen Merk­malen, die Möglich­keit das System um eigene Anfor­de­rungen zu erweitern.

Ausge­legt für große Umge­bungen mit mehreren paral­lelen Verar­bei­tungs­war­te­schlangen für Daten­samm­lung und Dienst­mo­ni­tore, können sehr viele Geräte und Dienste von einem einzigen Server über­wacht werden. Dazu verfügt das NETHINKS-Tool über Auto­ma­tismen zur Erken­nung von Diensten und Geräten (Nodes), erlaubt eine regel­ba­sierte Konfi­gu­ra­tion zur Mini­mie­rung des Verwal­tungs­auf­wandes und bietet mit der Samm­lung von Leis­tungs­daten ein großes Spek­trum an Möglich­keiten. „Die erste Demons­tra­tion war schon beein­dru­ckend. Und bereits einen Tag nach der Prob­e­instal­la­tion lagen auch schon die ersten Moni­to­ring-Ergeb­nisse vor”, berichtet JUMO-Manager Schmitt.

Projek­t­um­set­zung

Nachdem der Start­schuss gefallen war, wurden in einem ersten Termin die Kern­funk­tionen der Anwen­dung theGuard! aufge­listet und eine Vorge­hens­weise für eine möglichst sanfte Migra­tion auf MONET fest­ge­legt. Als nächstes wurde MONET dann auf einem bestehenden VMware ESX-Server instal­liert und eine lauf­fä­hige Umge­bung für erste Tests erstellt. Dazu wurde ein Linux Debian 4.0r3 instal­liert. Um das System schnell und flexibel erwei­tern zu können, wurden zwei virtu­elle Platten erstellt. Eine virtu­elle Platte für das Betriebs­system, eine weitere für die Daten­bank und die Leistungsdaten.

Es folgte der Aufbau des Manage­ment­sys­tems „MONET” mit den entspre­chenden Diensten und deren Konfi­gu­ra­ti­ons­da­teien. Haupt­au­gen­merk lag auf der Über­nahme der Kern­funk­tionen von „theGuard!”. Die Geräte aus „theGuard!” wurden impor­tiert und die Leis­tungs­da­ten­er­fas­sung für die SNMP-fähigen Geräte akti­viert. Zusätz­lich wurde für kriti­sche Dienste eine E-Mail-Benach­rich­ti­gung über die internen Mail­server der Jumo einge­richtet. Im Anschluss folgte die Einrich­tung der Über­wa­chung von Netz­werk­kom­po­nenten über ICMP und die Bereit­stel­lung aller Stan­dard­pro­to­kolle zur Über­wa­chung von SMTP, HTTP, SNMP, TCP und Windows-Diensten sowie die Über­wa­chung von Latenz­zeiten auf Transfernetzen.

Anschlie­ßend wurden die herstel­ler­spe­zi­fi­schen SNMP-MIBs und die Über­wa­chung von Backup-Schnitt­stellen über SNMP-Polling und ICMP einge­bunden. Im letzten Schritt wurden die Konfi­gu­ra­tion und die Daten von dem virtu­ellen Test­system auf die ehema­lige theGuard!-Hardware über­führt. MONET wurde nach­fol­gend in den Live-Betrieb über­führt und um die Betriebs­si­cher­heit zu gewähr­leisten wurde MONET in firmen­weite Daten­si­che­rung der JUMO aufgenommen.

Fazit

„Mit NETHINKS konnten wir eine kosten­güns­tige Migra­tion von einer kommer­zi­ellen Lösung zu dem auf Open-Source basie­renden MONET durch­führen. Bereits vier Wochen nach Projekt­start war theGuard! komplett abge­löst. Nachdem MONET einmal konfi­gu­riert worden ist, können wir jetzt jeder­zeit weitere Geräte sehr schnell und einfach in die Über­wa­chung einbe­ziehen was Dank Open­So­urce keine zusätz­li­chen Lizenz­kosten zur Folge hat. Ein weiterer wesent­li­cher Vorteil ist, dass wir jetzt schnell sehen, welche Prozesse aktiv sind. Die Frage nach einer anderen Lösung stellt sich für uns derzeit jeden­falls nicht mehr”, zeigt sich Stefan Schmitt sehr zufrieden mit seiner Entschei­dung für MONET.

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