Netz­neu­tra­lität adé? Das sind die mögli­chen Konsequenzen

Am 27. Oktober hat das Euro­päi­sche Parla­ment eine Verord­nung verab­schiedet, die unter anderem Details zur soge­nannten Netz­neu­tra­lität enthält. Dieser Begriff beschreibt die Gleich­be­hand­lung der Über­mitt­lung verschie­dener Daten­arten - wie Sprach­daten (VoIP), Video-Strea­ming, Online-Gaming oder E-Mails - und verschie­dener Daten-Absender (das soge­nannte “Best-Effort”-Prinzip). Dabei sollte es zu keiner Bevor­zu­gung kommen. Das Problem: Die EU-Entschei­dung erlaubt Provi­dern die Prio­ri­sie­rung bestimmter “Spezi­al­dienste”, ohne diese genauer zu defi­nieren. Kritiker befürchten nun ein “Zwei-Klassen-Internet”.
Die mit der Verord­nung beschäf­tigte EU-Kommis­sion nannte als mögliche Ausnahme zur Netz­neu­tra­lität medi­zi­ni­sche Anwen­dungen, die beson­ders zeit­kri­tisch sind. Auf Provider-Seite wird diese Ausle­gung bereits jetzt erwei­tert: Wie Telekom-Chef Tim Höttges kurze Zeit nach der EU-Reso­lu­tion verkün­dete, plane der Provider mögli­cher­weise, bestimmten Inter­net­diensten mit beson­deren Quali­täts­an­for­de­rungen Prio­rität einzu­räumen - solange die jewei­ligen Anbieter dafür bezahlen. Davon betroffen könnten neben verschie­denen Strea­ming- und Video­kon­fe­renz­diensten auch Vernet­zungs­lö­sungen sein.
Wir werden diese Entwick­lung genau im Auge behalten und in unserem Blog zu gege­bener Zeit weitere Infor­ma­tionen anbieten. Eines ist aber schon jetzt klar: Stand­ort­ver­net­zungen aus dem Hause NETHINKS werden von einer even­tu­ellen Dienste-Prio­ri­sie­rung der großen Provider nicht einge­schränkt und bieten auch in Zukunft die gewohnte Leis­tung­fä­hig­keit und Geschwin­dig­keit - dafür sorgen wir. Ihre weiter­ge­henden Fragen zum Thema beant­worten wir natür­lich auch gerne persön­lich. Spre­chen Sie uns einfach an!

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