OpenNMS 14 released

Anfang November wurde mit OpenNMS 14 die neue Major Version von OpenNMS und damit der Nach­folger der 1.12er Reihe veröf­fent­licht. Neben vielen neuen Funk­tionen wurde auch eine neue Versio­nie­rung einge­führt. Die “stable” Versionen heißen nun 14, 15, 16 usw. und sollen ab jetzt in kürzeren Abständen (mehrere Major Releases pro Jahr) veröf­fent­licht werden. Daneben wird es wie bisher auch Bugfix releases (wie zum Beispiel 14.0.1) geben.

Ein Blick auf die wichtigsten Neuerungen:

Für die Topo­lo­gie­er­ken­nung gibt es nun mit Enhan­ced­Linkd einen neuen Daemon. Dieser ist stan­dard­mäßig aktiv und behan­delt im Gegen­satz zu dem bestehenden Daemon Linkd alle Nodes einzeln im Rahmen eines Scans/Rescans. Dabei werden die Infor­ma­tionen per CDP, LLDP, OSPF, Bridge und IS-IS von den Geräten ausge­lesen und zunächst in der Daten­bank abge­legt. Wird dann die Topo­logy Map aufge­rufen, werden aus den gesam­melten Infor­ma­tionen die jewei­ligen Links darge­stellt. Gegen­über Linkd ist Enhanced Linkd effizienter und benö­tigt nicht so viele Ressourcen, da die Topo­lo­gie­daten nicht für alle Nodes im Arbeits­spei­cher gehalten werden müsen, sondern direkt in der Daten­bank abge­legt werden. Die Links werden von den jewei­ligen Nodes erst dann berechnet, wenn die Nodes auf der Topo­logy Map oder im Webfrontend darge­stellt werden sollen.
Auch im Bereich der Topo­logy Maps gibt es einige Neue­rungen. Im Gegen­satz zur Version 1.12 wird nun nicht mehr die komplette Topo­logie der über­wachten Geräte ange­zeigt, sondern es lässt sich ein oder mehrere Start-Nodes angeben, um die herum die Topo­logie ange­zeigt wird. Dabei lässt sich die Anzahl an Hops auswählen, die ausge­hend von einem Node ange­zeigt werden sollen. Auch Geräte einer Surveil­lance Cate­gory lassen sich über die neue Suche darstellen. So sind die Topo­logy Maps gerade auch in größeren Umge­bungen nütz­lich. Ein Vor- und Zurück-Button ermög­licht eine Navi­ga­tion inner­halb der Maps wie in Webbrow­sern üblich.
Neu ist auch das OpsBoard. Hier lassen sich im Webfrontend mehrere Dash­boards defi­nieren. Ein Dash­board besteht aus mehreren Dash­lets, die jeweils bestimmte Infor­ma­tionen aus OpenNMS anzeigen. Dabei gibt es beispiels­weise Dash­lets für eine Alarm­liste, geogra­fi­sche und Topo­logy Map, aber auch für KSC-Reports oder den Aufruf externer URLs. Wird das Dash­board ange­zeigt, laufen die einzelnen Dash­lets in einem defi­nier­baren Zeit­in­ter­vall über den Monitor. Dies kann zum Beispiel in einem NOC zum Einsatz kommen.
Durch die neue Outage-Time­line wird auf der Gerä­te­seite pro über­wachtem Dienst neben der Verfüg­bar­keit auch grafisch ange­zeigt, zu welchen Zeiten ein Dienst ausge­fallen ist oder verfügbar war. Diese Infor­ma­tionen sind auch über die REST API von OpenNMS abfragbar.
Neben den oben genannten Funk­tionen gibt es noch viele klei­nere Neue­rungen in und unter der Ober­fläche. Einen voll­stän­digen Über­blick darüber gibt es unter  https://github.com/OpenNMS/opennms/blob/release-14.0.0/WHATSNEW.md .
 

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