Moni­to­ring von Aste­risk SIP-Peers mit OpenNMS

Wer eine Aste­risk-TK-Anlage betreibt, hat verschie­dene Möglich­keiten, diese mit OpenNMS zu über­wa­chen. Neben den Stan­dards - wie die Über­wa­chung des Aste­risk-Prozesses über SNMP - lassen sich auch Statis­tiken über aktive Chan­nels per SNMP anfragen und darstellen. OpenNMS bietet mit dem “Aste­riskSIP­Pe­er­Mo­nitor” zusätz­lich die Möglich­keit, zu über­prüfen, ob bestimmte SIP-Peers mit der Anlage verbunden und erreichbar sind. Das Moni­to­ring der Peers wird dabei von Aste­risk selbst durch­ge­führt und lässt sich von OpenNMS auslesen. Damit können beispiels­weise wichtige Endge­räte oder SIP-Trunks auf Verfüg­bar­keit geprüft werden.

Vorbe­rei­tung von Asterisk

Um die Über­wa­chung der SIP-Peers in Aste­risk einzu­richten, muss die SIP-Konfi­gu­ra­tion sip.conf ange­passt werden. Nach­fol­gend ein Beispiel-Abschnitt aus der Datei sip.conf:
[42]
type=peer
username=42
secret=secret1234
host=dynamic
callerid="Testuser"
qualify=yes
context=noscreen

Mit der Einstel­lung qualify=yes über­prüft Aste­risk in einem regel­mä­ßigen Inter­vall (Stan­dard: alle 60 Sekunden), ob der Peer noch erreichbar ist. Diese Infor­ma­tionen lassen sich nun über das Aste­risk Manager Inter­face (AMI) durch OpenNMS abfragen. Um den Zugriff per AMI in Aste­risk zu konfi­gu­rieren, muss die Konfi­gu­ra­ti­ons­datei manager.conf ange­passt und folgender Abschnitt einge­fügt werden:
[opennms]
secret = secret4321
read = none
write = reporting

Nach einem Reload der Aste­risk-Konfi­gu­ra­tion sind die Ände­rungen aktiv.

Konfi­gu­ra­tion von OpenNMS

Für die Einrich­tung des Moni­to­rings in OpenNMS müssen zwei Konfi­gu­ra­ti­ons­da­teien ange­passt werden.
In der Konfi­gu­ra­ti­ons­datei ami-configuration.xml werden die Zugangs­daten für den AMI-Zugriff hinterlegt:
<ami-config retry="2" timeout="1500" username="opennms" password="secret4321">
<definition username="opennms" password="secret4321">
<specific>192.168.0.1</specific>
</definition>
</ami-config>

In der poller-configuration.xml muss dann ein Service für die Über­wa­chung ange­legt werden. Hier kann man den nach­fol­genden Konfi­gu­ra­ti­ons­ab­schnitt verwenden:
<service name="SIP-Peer-uplink" interval="60000" user-defined="false" status="on">
<parameter key="retry" value="1"/>
<parameter key="timeout" value="3000"/>
<parameter key="sip-peer" value="42"/>
</service>
<monitor service="SIP-Peer-uplink" class-name="org.opennms.netmgt.asterisk.monitor.AsteriskSIPPeerMonitor"/>

Neben den übli­chen Para­me­tern retry und timeout gibt es den Para­meter sip-peer, der den Namen des Peers (in unserem Fall “42”) angibt. Nach einem Neustart sind die Ände­rungen aktiv und nach dem Provi­sio­ning des Dienstes SIP-Peer-uplink beginnt OpenNMS mit dem Monitoring.
 

Weitere Infor­ma­tionen

Weiter­füh­rende Infor­ma­tionen findet man auch im OpenNMS Wiki. Gerne können Sie sich bei weiter­ge­henden Fragen oder Wünschen an uns wenden. Spre­chen Sie uns an - unser fach­kun­diges Team freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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