Digi­tale Erpres­sung: Ransom­ware auf dem Vormarsch

Viren, troja­ni­sche Pferde, Würmer, Malware - digi­tale Schäd­linge wie diese begleiten die Entwick­lung des Compu­ters schon seit Anfang der 80er Jahre. Seitdem stehen die Program­mierer von Schad­soft­ware und die Hersteller vor Anti­virus-Programmen in stän­digem Wett­be­werb: Entwi­ckelt die eine Seite eine wichtige Neue­rung, muss die andere so schnell wie möglich reagieren, um “wett­be­werbs­fähig” zu bleiben. Im Falle der soge­nannten “Ransom­ware” - eines beson­ders perfiden Malware-Genus - geraten die Anti­virus-Spezia­listen momentan aller­dings ins Hinter­treffen. “Bezahlen Sie einfach das gefor­derte Löse­geld - es gibt momentan keine Alter­na­tive”. Diesen Ratschlag erteilte das US-ameri­ka­ni­sche Federal Bureau of Inves­ti­ga­tion (FBI) im Oktober vergan­genen Jahres allen Compu­ter­nut­zern, deren PC mit Ransom­ware infi­ziert war.

Was ist “Ransom­ware”?

Als Ransom­ware werden Schad­pro­gramme bezeichnet, die sich auf einem PC einnisten und dann - meist unbe­merkt vom Benutzer - wichtige Daten verschlüs­seln. Im Faden­kreuz der Schäd­linge stehen dabei beson­ders Daten wie Text- und Tabel­len­do­ku­mente, Bilder und Daten­bank-Dateien, aber auch Spei­cher­stände von Spielen und E-Mails. Die Folge: Die derart chif­frierten Dateien können nicht mehr geöffnet werden, der Inhalt ist verloren - es sei denn, der Benutzer zahlt Löse­geld für die Entschlüs­se­lung. Die Zahlung soll nach Willen der Ransom­ware-Erschaffer meist mit einem digi­talen Zahlungs­mittel wie der bekannten “Paysafe-Card” erfolgen. Ob die verschlüs­selten Daten nach abge­schlos­sener Zahlung wirk­lich wieder frei­ge­geben werden, ist aller­dings völlig unsi­cher. Die einge­setzte Verschlüs­se­lung setzt meist auf modernste Algo­rithmen und ist daher im Normal­fall nicht zu knacken.

Wie kann man sich dagegen schützen?

Die schlechte Nach­richt zuerst: Anti­virus-Programme erkennen die digi­talen Wege­la­gerer häufig nicht - aktuell gibt es in dieser Rich­tung aber einige Vorstöße, an wirk­samen Mitteln gegen Ransom­ware wird mit Hoch­druck gear­beitet. Bis es aller­dings soweit ist, empfehlen sich einige vorbeu­gende Maßnahmen. Da sich Ransom­ware genauso wie ein “herkömm­li­cher” Virus verbreitet, gelten dieselben Regeln wie beim Empfang von verdäch­tigen E-Mails, die bekann­ter­maßen nicht geöffnet werden sollten. Zusätz­lich sollten das einge­setzte Betriebs­system und alle genutzten Programme auf dem neuesten Stand sein; der Einsatz einer profes­sio­nellen Fire­wall ist eben­falls empfeh­lens­wert. Tritt der Ernst­fall dennoch ein, verliert er viel von seinem Schre­cken, wenn aktu­elle Daten-Backups vorliegen.
Wir unter­stützen Sie dabei, Ihr Unter­nehmen vor Ransom­ware und anderen digi­talen Schäd­lingen zu schützen. Spre­chen Sie uns einfach an - wir helfen gerne weiter!
 

Schreibe einen Kommentar

Cookie Einstellungen
Diese Website verwendet Cookies, um die bestmögliche Funktionalität zu gewährleisten. Mehr lesen

Akzeptiere alle Cookies Speichern