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Stabile Netze für eine ganze Stadt

Stabile Netze für eine ganze Stadt

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Die digitale Verwaltung kennt keine Öffnungszeiten. Sie muss jederzeit funktionieren. Bürgerdienste, Schulen und interne Prozesse hängen davon ab, dass die IT im Hintergrund stabil läuft. Doch was passiert, wenn genau diese Infrastruktur unter Druck gerät – etwa durch einen gezielten Cyberangriff? Eine Kleinstadt mitten in Deutschland stand genau vor dieser Herausforderung. Während der Corona-Pandemie attackierten Cyberkriminelle einen Server der Stadt, der für den Remote-Unterricht an Schulen eingerichtet worden war. Die Antwort auf diesen Angriff war ein professioneller DDoS-Schutz, den wir innerhalb kürzester Zeit gemeinsam mit unserem Partner Link11 umgesetzt haben. Entstanden ist eine stabile Netzwerkinfrastruktur, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch krisenfest ist. Durch intelligente Vernetzung, echte physische Redundanz und professionellen DDoS-Schutz wurde eine digitale Basis geschaffen, die selbst unter Extrembedingungen standhält.


Die Ausgangssituation

Vor einigen Jahren stand eine Kleinstadt vor einer zentralen Herausforderung: Die digitale Verwaltung sollte nicht nur funktionieren, sondern jederzeit zuverlässig verfügbar sein. Verfügbarkeit, Stabilität und Sicherheit waren keine optionalen Ziele mehr, sondern geschäftskritische Voraussetzungen für den täglichen Digitalbetrieb einer kommunalen Verwaltung. Mit dieser Anforderung wandte sich die städtische IT-Verwaltung an NETHINKS. Die Ausgangslage war besonders spannend: Die Stadt verfügte über eine eigene Glasfaserinfrastruktur – eine hervorragende Basis für eine leistungsfähige, lokal verankerte Vernetzung. Gleichzeitig bestand die Herausforderung darin, diese bestehende Infrastruktur sinnvoll mit einer hochverfügbaren externen Internetanbindung zu kombinieren.

Eine stabile und sichere Architektur

Gemeinsam entstand eine maßgeschneiderte Lösung, die genau hier ansetzte: Bestehende Infrastruktur wurde nicht ersetzt, sondern intelligent erweitert. Im Zentrum stand ein durchdachtes Architekturkonzept. Die städtische Glasfaser wurde mit dem NETHINKS-Backbone kombiniert. Mehrere geografisch getrennte Leitungswege sorgen seitdem für echte physische Redundanz und vermeiden konsequent sogenannte Single Points of Failure, die bei einer Störung das ganze System zum Stillstand bringen könnten. Der besondere Mehrwert lag in der Kombination zweier Welten. Auf der einen Seite stand die kommunale Infrastruktur der Stadt, die durch eigene Glasfaser maximale Kontrolle, lokale Nähe und Unabhängigkeit ermöglicht. Auf der anderen Seite brachte NETHINKS als spezialisierter Managed Service Provider die notwendige technische Expertise und Erfahrung ein. Durch diese Kombination entstand eine Netzinfrastruktur, die bis heute flexibel anpassbar ist, vollständige Transparenz über Datenströme bietet und auf echter physischer Redundanz basiert.

Der Angriff und die Lösung mit Link11

Im Jahr 2021 verschärfte sich die Situation schlagartig. Die Corona-Pandemie, Lockdowns und digitale Abhängigkeiten stellten alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Auch in der Kleinstadt verlagerte sich der Schulbetrieb in den virtuellen Raum. Die Verwaltung stellte kurzfristig BigBlueButton-Server für den Remote-Unterricht bereit, um den Unterricht trotz geschlossener Schulen aufrechtzuerhalten. Was als schnelle und effektive Lösung gedacht war, wurde unerwartet zur Angriffsfläche und zum Ziel eines gezielten DDoS-Angriffs. Das Problem: Nicht ein einzelner Dienst war betroffen. Die Stabilität des gesamten Stadtnetzes stand plötzlich auf dem Spiel. Verbindungen brachen weg, Systeme waren nicht mehr erreichbar. Gerade in einer Phase maximaler digitaler Abhängigkeit war das ein kritisches Szenario. Die erste Reaktion erfolgte schnell und professionell. Mittels Blackholing wurde die angegriffene IP-Adresse aus dem Netz genommen. Dabei wird der Datenverkehr einer bestimmten IP-Adresse gezielt ins Leere geschickt, um das Gesamtnetz zu schützen. Der Effekt trat sofort ein: Der Angriff verpuffte, die Netze wurden spürbar entlastet. Doch die Entlastung hielt nicht lange an. Mit der Vergabe einer neuen IP-Adresse begann das Spiel von vorne. Innerhalb kürzester Zeit wurde auch die neue IP-Adresse wieder attackiert. Ein Katz-und-Maus-Spiel, das sich über Stunden wiederholte. Dabei wurde schnell klar: Moderne Angriffe sind dynamisch, und rein reaktive Maßnahmen stoßen schnell an ihre Grenzen. Die bestehende Infrastruktur war hochverfügbar ausgelegt. Gegen gezielte, skalierende Angriffe dieser Art brauchte es jedoch eine zusätzliche Schutzebene. Die Antwort lag nicht in weiteren kurzfristigen Maßnahmen, sondern in einer strategischen Entscheidung: Die Kleinstadt benötigte einen professionellen DDoS-Schutz. Gemeinsam mit unserem Partner Link11 setzten wir unter Echtzeitbedingungen ein Emergency-Onboarding um, während der Angriff noch lief. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Datenverkehr intelligent analysiert, gefiltert und bereinigt. Schadhafte Anfragen wurden konsequent blockiert, legitimer Traffic sauber weitergeleitet. Das Ergebnis war sofort spürbar und vor allem nachhaltig: Seit der Implementierung des DDoS-Schutzes gab es keinen einzigen spürbaren Angriff mehr auf die Infrastruktur der Stadtverwaltung. Zwar werden im Hintergrund weiterhin vereinzelte Angriffsversuche registriert, doch diese verlaufen bis heute ins Leere. Angreifer erkennen schnell, dass ihre Versuche wirkungslos bleiben, und brechen die Cyberattacke ab.


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Fazit: Infrastruktur, die standhält

Diese kommunale Success Story zeigt, wie wichtig stabile und sichere Netzinfrastruktur für digitale Verwaltung ist. Eine eigene Glasfaserbasis, ein leistungsfähiger Backbone, echte physische Redundanz und professioneller DDoS-Schutz greifen hier ineinander. So entsteht eine Infrastruktur, die nicht nur im Alltag funktioniert, sondern auch unter Druck belastbar bleibt.


  • von Anna Wisner

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  • von Bastian Marmetschke

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  • von Uwe Bergmann

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